Die Grünen Niederösterreich

PA: Franz-Josefs-Bahn: Haltestellen werden gestrichen!

Grüne NÖ/Enzinger: „Falsches Signal für Gemeinden und die Region“

Amrita Enzinger Verkehrssprecherin

St. Pölten (OTS) – Mit dem Fahrplanwechsel der ÖBB sind im Dezember die Schließungen von folgenden Haltestellen in Niederösterreich an der Franz-Josefs-Bahn Richtung Gmünd und Traisentalbahn geplant. Auf der Franz-Josefs-Bahn Richtung Gmünd:
• Absberg, Großwiesendorf-Tiefenthal, Glaubendorf-Wetzdorf, Ravelsbach, Straning, Kl. Meiseldorf-Maria Dreieichen und Königsbrunn-Unterstockstall
Die grüne Verkehrssprecherin, Amrita Enzinger, wollte mittels parlamentarischer Anfrage an VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing wissen, was das Land NÖ gedenkt zu tun, um diese Haltestellen für PendlerInnen zu erhalten bzw. den Wegfall dieser Haltestellen zu kompensieren, um die ZugpendlerInnen nicht zu verlieren und die FJB zu attraktivieren:
Die Antwort: Nichts.
Zu wenig Fahrgast-Frequenz ist für VP-Wilfing ein gutes Argument, die Haltestellen zu schließen und dagegen nichts zu unternehmen.
“Das ist in vielerlei Hinsicht fatal und wirkt sich z.B. auch auf die Grundstückspreise in den betroffenen Gemeinden aus. Fehlende Infrastruktur, keine Anbindung an Öffis drückt in diesen Zeiten die Grundstückspreise und das kann kaum im Interesse der Gemeinden sein, die um jeden Bürger und jede Bürgerin kämpfen”, so die Grüne Abgeordnete, die damit auch die Nicht-Information bzw. gemeinsame Entscheidungsfindung mit den betroffenen Gemeinden kritisiert.

Die Grüne selbst würde – wäre sie Wilfing – zumindest Ergänzungs-und Begleitmaßnahmen setzen, um den Ausfall der Stationen zu kompensieren. Immerhin wurde am Bahnhof Ravelsbach eine Tagesfrequenz von 16 Personen gezählt, insgesamt sind es aber 97! Die Park und Ride Anlage in Limberg ist an der Grenze der Kapazität und muss ausgebaut werden”, nennt die Grüne Beispiele.

“Und noch etwas vergisst Wilfing: als zuständiger Verkehrslandesrat kann er bei den ÖBB attraktive Angebote für PendlerInnen bestellen! So würde ein Schnellzug zu den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am Abend von Wien nach Gmünd und retour 67.000 Euro pro Jahr kosten -also ein für das Land leistbares Paket, dass die Franz-Josefs Bahn eindeutig attraktiver macht”, so Enzinger.

Für die Grüne sind Busse kein adäquater Ersatz zum Schienenverkehr. “Die Schieneninfrastruktur ist ja da. Auf Bestellung liefern die ÖBB die gewünschten Züge mit den gewünschten Takten. Als Pendlerin kaufe ich mir ein vergünstigtes Jahresticket für den Zug und nicht zusätzlich noch ein Ticket für den Bus, der mich zum Zug bringen soll. Schon gar nicht, wenn die Vorteilscard der ÖBB im Bus nicht gültig ist. Man zwingt die Bahn-PendlerInnen damit wieder auf das Auto umzusteigen”, so Enzinger.
Dabei wird in die Modernisierung des Bahnhofs Gmünd investiert: “Aber was nützt uns der schönste Bahnhof, wenn das Angebot an Zügen nicht vorhanden ist?”, fragt sich die Grüne.
Der Grünen Abgeordneten fehlt nach wie vor der Weitblick bei Entscheidungen in Verkehrsfragen: “Das Einsparen von Haltestellen bei der Franz-Josefs-Bahn ist ein unüberlegter Rückschritt in der Mobilität in einer Region, wo wir vor allem jetzt in die Infrastruktur investieren sollten und den Menschen Flexibilität ermöglichen müssen”, so Amrita Enzinger.
Die Grüne selbst trat daher gestern im NÖ Landtag mit einem umfassenden Antrag für die Attraktivierung der Franz-Josefs-Bahn auf. “Zustimmung fand der Antrag bei FPÖ und SPÖ. Die ÖVP und Teile des Team Stronach haben den Antrag leider mehrheitlich abgelehnt. So leicht geben wir aber nicht auf”, so Verkehrssprecherin Amrita Enzinger.

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