Die Grünen Niederösterreich

Bürgerinnen Antrag: Ausbau der Franz-Josefs-Bahn

Antrag

 

der Abgeordneten Amrita Enzinger Msc., Dr. Helga Krismer-Huber, Emmerich Weiderbauer, Dr. Madeleine Petrovic

betreffend Ausbau der Franz-Josefs-Bahn

 

Die Franz Josefs Bahn gilt mit der Streckenführung Wien-Gmünd und darüber hinaus als kürzeste Verbindung zwischen Wien und Prag. Mangels Schnellstraße und Autobahn ist die Franz-Josefs-Bahn konkurrenzlos schnell und trotz hohen Fahrkartenpreisen günstiger als der PKW, entspricht aber auf Grund der Kurvenreichen Trasse nicht mehr dem zeitgemäßen Eisenbahnzeitalter. Alleine im Wald- und Weinviertel besteht ein Fahrgastpotential von mehr als 100.000 Menschen Tendenz steigend, weil die Menschen immer öfter mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein wollen. Ein adäquater Ausbau der Strecke könnte die Fahrtzeiten der PendlerInnen pro Strecke um einiges verkürzen; das Pendeln mit der Bahn wäre noch attraktiver.

Ausbaupläne gibt es seit langem, da die Strecke bereits vor Jahrzehnten vom Institut der österreichischen Raumplanung für die Nutzung empfohlen wurde. Leider wurde in der Vergangenheit und auch aktuell zu wenig Geld für die Umsetzung zur Verfügung gestellt und dadurch die Attraktivierung immer wieder verzögert. Lediglich die Erneuerungen einiger Züge und eine Verbindung am späten Freitagabend konnten bisher umgesetzt werden. Der Ausbau der FJB ist aber dringend notwendig, da er auch die Abwanderung von Menschen, die auf das Pendeln angewiesen sind verhindern bzw. eindämmen könnte und den Wohnort Waldviertel um ein Vielfaches attraktivieren würde. Dort wo es Anschluss an den öffentlichen Verkehr gibt, wird es urbaner. Statt Abwanderung gibt es Zuzug in den ländlichen Raum. Nachdem jahrzehntelang in der Region gerade auch bei Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs nur gespart wurde, muss endlich in eine zeitgemäße zukunftsorientierte Infrastruktur- die Bahn als Rückgrat und als Grundlage für Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wohnen und Leben investiert werden. Auch für die Umwelt sind die Vorteile klar auf der Hand, und das für Generationen hin nachhaltig investiert wird.

 

Daher stellen die gefertigten Abgeordneten folgenden

Antrag

Der Hohe Landtag wolle beschließen:

„Die Niederösterreichische Landesregierung wird aufgefordert, den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn in Zusammenarbeit mit der ÖBB so rasch wie möglich voranzutreiben und dabei jedenfalls folgende Komponenten im Ausbaukonzept zu berücksichtigen:

·         Wiederherstellung eines durchgehenden zweigleisigen Streckenausbaus zwischen Absdorf und Gmünd

·         Begradigung der Strecke, sodass höhere Fahrgeschwindigkeiten auf der Strecke auch eine insgesamt konkurrenzfähige Reisezeit möglich sind

·         Anbindung des Regionalzentrums Horn

·         Errichtung eines regionalen Güterumschlagknotens am Bahnhof Vitis (Microterminal Waldviertel als Basis eines Güterverkehrskonzeptes Waldviertel)

·         Einsetzung eines externen Koordinationsmanagements für den FJB-Ausbau

·         Sofortige Aufnahme von Gesprächen mit der Bahnverwaltung der Tschechischen Republik bezüglich Abstimmung der Ausbaupläne

·         Erhalt und Ausbau der Bahnhöfe Gmünd und Horn zu Informations- und Servicezentren

·         Eine tägliche Spätverbindung in das Waldviertel und nach Wien mit einer Abfahrtszeit nach 22.00h

·         Vertaktung der FJB mit dem Waldviertler Busangebot

 

Der Herr Präsident wird ersucht, diesen Antrag dem VERKEHRS.AUSSCHUSS zur Vorberatung zuzuweisen.

 

 

 

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